Objektübergabe
Occupy kommt ins Museum

Im vergangenen Sommer wurde das Occupy-Camp vor der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgelöst, und schon jetzt ist die Bewegung museumsreif: Plakate, Dokumente und Masken wurden gestern zusammen mit 16 Zeichnungen der Künstlerin Katharina Müller dem Historischen Museum übergeben.

Frankfurt.
Ab 2016 soll die Sammlung mit Exponaten der 68er Bewegung und des Protestes gegen die Startbahn West im Themenraum „Frankfurt jetzt“ des Museumsneubaus gezeigt werden.
„So lange Occupy Frankfurt noch lebt, sollte man uns nicht von der Straße ins Museum verfrachten“, protestierte ein einzelner Aktivist.
Doch sein Einwand lief ins Leere. Einblicke ins Innenleben des Camps geben vor allem Müllers Zeichnungen mit Eindrücken von Workshops, Küchenzelt und Konzerten.
„Die Exponate sind ein wertvolles Zeugnis der Frankfurter Sozialkultur“, lobte die Kuratorin Dorothee Linnemann.
Derweil geht Occupy weiter: Vor dem Museum sammelte die Bewegung mit einem interaktiven Buffet Spenden für eine solidarische Krankenstation in Thessaloniki.
„Und vom 31. Mai bis 1. Juni wird Blockupy ein neues Camp aufschlagen und die EZB blockieren“, sagt die Aktivistin Veronika (26).
got

Artikel vom 16.05.2013
Artikel: Occupy kommt ins Museum
© 2013 Frankfurter Neue Presse



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